IRASM, International Review of the Aestetics and Sociology of Music,

Zagreb 1998, Issn 0351-5796, Vol 29 No 1

 

   2.2. DAS II. VATIKANUM UND DIE ENTWICKLUNG DER 

          LITURGISCHEN  IDEE ÜBER DIE SAKRALE MUSIK

 IN KROATIEN

          VOR UND NACH DEM KONZIL

 

 von Mag. phil. Emil Èiæ

 

         2.2.1.  Ivan Merz und die Geisteserneuerung der Musik

 

     Die Entwicklung der liturgischen Erneuerung in Kroatien  hatte, zum Unterschied von Deutschland, wo an der Spitze Romano Guardini stand, und Österreich, wo Pius Parsch dominierte, ihr bemerkenswertes Spezifikum. All diesen Bewegungen ist die Zeit ihrer Entstehung gemeinsam: alle Bewegungen begannen mehr oder weniger fast gleichzeitig in den 20er Jahren des XX. Jh. (1922 P. Parsch mit seinen volksliturgischen Chormessen in St. Gertrud, Klosterneuburg : zu dieser Zeit veröffentlichte Romano Guardini die ersten Bücher von Belang ). (1) Das Gemeinsame sind, natürlich,  auch die Bestrebungen um die Erneuerung der Gläubigen durch die Hl. Liturgie. Wenn wir versuchen, die Teilnehmer der liturgischen Erneuerung nach den Erneuerungsresultaten zu beurteilen müssen wir feststellen, daß I. Merz die Kriterien des französischen Benediktiners P. Gueranger (der 1833 das Kloster Solesmes gründete) und des  Papstes Pius X. aus dem Motu proprio von 1903 akzeptierte, in dessen Grundplan die Pflege des gregorianischen Chorals stand. " Laut Merz entstand  die heilige Musik (Musica Sacra) unter dem Einfluß des Hl. Geistes; nach dem Vorbild der himmlischen Melodien war der gregorianische Gesang im bestimmten Sinne ein Anklang / Abbild himmlischer Melodien." (2)

     Auch R. Guardini schätzte den gregorianischen Choral und befürwortete eine unantastbare  römische Liturgie: im deutschsprachigen Gebiet unterstützte er die sog. "Deutsche Gregorianik" und dazu wurde der kirchliche  Volksgesang nach Kräften gefördert, was in der Praxis  mit den völkischen Richtlinien von Pius Parsch immer mehr übereinstimmte. ( In Italien wirkte Agostino Gemelli in den 30er Jahren unter dem Einfluß von P. Parsch, - als Merz schon tot war.) (3) Und während Merz dem Choral einen klaren Vorrang gab, befürwortete und führte Parsch  den "deutschen Choral" durch, eigentlich den kirchlichen Volksliedgesang. (4)

     Es ist allgemein bekannt, daß Ivan Merz ein begeisterter Vorkämpfer der päpstlichen Enzykliken war, und als solcher alles wußte, was die Päpste in den

damaligen Enzykliken von dem hl. Erbe des gregorianischen Chorals verkündeten. Es gibt also keinen Zweifel darüber daß Merz, vor allem im Rahmen der liturgischen Erneuerung, nach einer Erneuerung des vernachlässigten gregorianischen Erbes strebte.

     Außer I. Merz und D. Kniewald schloß sich dem Bestreben um die Erneuerung des gregorianischen Gesangs auch Jesuit Milan Paveliæ (gest. 1939) an, der seinen Beitrag  durch die Übersetzung der lateinischen Hymnen leistete, die zum ersten Mal 1936 und  nochmals posthum als die zweite revidierte Ausgabe im Jahr 1945 erschienen (255 von allen Hymnen des Breviers und O-Antiphonen ). (5)

     Im Jahr 1924 lösten die Bestrebungen um lebendige Choralausführungen in Zagreb negative Reaktionen unter den kroatischen Patrioten aus. Die Patrioten wollten nur das kirchliche Volkslied  in der Kirche gepflegt sehen (ein typischer Ausdruck der Französischen Revolution und des Protestantismus), worauf Merz antwortete, daß die Kroaten keine Volkslieder hätten, wenn das Volk vorher in der Kirche nicht die Gelegenheit gehabt hätte,  den gregorianischen Gesang / Choral zu hören, was die kirchliche Gesangsammlungen bezeugen könnten. (6) Diese Meinung  bestätigten später auch Prof. Mato Lešæan, Pater Albe Vidakoviæ, der Ethnomusikologe Dr. Jerko Beziæ (7) sowie verschiedene Fachleute im Ausland.  (8) Dabei ist wichtig zu betonen, daß zu jener Zeit, als Merz in Paris studierte, der benediktinische Einfluß in Frankreich sehr stark war. Die Stärke dieses Einflusses ist am besten in seinen Artikeln vom gregorianischen Choral sichtbar. Im Jahr 1925 veröffentlichte er in Zagreb den Artikel "ART POUR DIEU" in dem die benediktinischen Klöster Solesmes  (Frankreich) und Beuron (Deutschland)  als Vorbilder erwähnt waren. Am Ende zitierte Merz die Worte von Dom Gueranger, daß die gregorianische  Musik das "erste unter allen Gütern ist". (9)

 


 

    2.2.2. Gélineau und französische Spiritualität

 

Artikel 116, der "Constitutio de sacra liturgia":

                             "Die Kirche betrachtet den gregorianischen  Choral als den der römischen Liturgie eigenen Gesang: demgemäß soll er in ihrer liturgischen Handlungen, wenn im übrigen die gleichen Voraussetzungen gegeben sind (ceteris paribus), den ersten Platz einnehmen.  Andere Arten der  Kirchenmusik, besonders die  Mehrstimmigkeit,  werden für die Feier der Gottesdienste keineswegs  ausgeschloßen, wenn sie dem Geist der Liturgie im Sinne von Artikel 30 entsprechen."

 

 

     Es ist interessant, zu beobachten, wie Frankreich bis zur Zeit des II. Vatikanums zum eigenen Widerspruch wurde und eigentlich im Gegensatz zum benediktinischen Ideal stand: zuerst brachte der Jesuit (!) J. Gelineau  in den 50er Jahren neue "einfache Melodien" in die Liturgie ein, womit er Frankreich eroberte. Bis 1960 verkaufte er ca. 50.000 Schallplatten mit Psalmenumdichtungen etc. (1958 bekam Gelineau den "Grand Prix" für die Schallplatten) und verdrängte dadurch die traditionellen französischen Kirchenlieder. Bald danach eroberte der U-Komponist (?!) Gelineau auch Lateinamerika und profanierte dadurch eigentlich die liturgische Stimmung in den romanischsprachigen Ländern. (10) Gleich nach Gelineau erschien am Ende der 60er Jahre  noch ein französischer Jesuit und Komponist: A. Duval. Unter dem Namen "Chanson" brachte Duval seine U-Musik in die Kirche. (11)

     Auf dem II. Vatikanum erlangte der "neue" französische Geist  entscheidenden Einfluß (12), da Gelineau in der Liturgischen Kommission ( XII. Unterkommission für die Kirchenmusik) eine Stelle bekam. Von Anfang an stand  Gelineau im Zwist mit Mons. I. Anglés, dem Leiter der Päpstlichen Musikakademie in Rom, und setzte seine Argumentation  durch: die Kirchenmusiker waren eine fachliche Minderheit. (13) Als Gelineau nach dem Konzil 1967 seine theologische Konzeption der spirituellen Musikaspekte (die für die zukünftige Instructio  "Musicae sacrae", bekannt als "Musicam sacram", bestimmt war) schrieb, wurde diese abgelehnt, weil "man hielt dem Text auch vor, er sei zu sehr aus französischem Denken heraus - für die Gesamtkirche zu einseitig - konzipiert ..." (14) (Hervorhebung E.E)

              Als die Lösung über die Gleichwertigkeit der Volkslieder und Choral schließlich allgemein gültig und durchführbar wurde (ceteris paribus, Paragraph 116, S.C.), war zu erwarten, daß unter den Umständen der allgemeinen Liberalisierung und Profanation der christlichen Welt alles, was völkisch oder "völkisch" ist, als Grundoption des Kirchengesangs gewählt werden wird. Die Kirchenväter sahen eine solche unerwünschte kirchenmusikalische Entwicklung natürlich nicht voraus. Das allgemein willkürliche Vorgehen in der Liturgie wurde nach dem II. Vatikanum so häufig, daß der Kirchenvater Vagaggini, der 1974 im "Rat für die Durchführung der Liturgischen Konstitution" wirkte, damals erklärte:  "Man darf nicht vergessen, daß Kreativität, Spontaneität und Aufrichtigkeit in der Liturgie in keinem Fall Synonyme für das Schaffen der neuen Riten und Muster sind, als ob das Ausführen von manchen Riten, die jemand anderer schuf, oder vom Ritus, der sogar traditionell wäre, vermeintlicher Formalismus, Ritualismus und demgemäß ein Mangel an der Aufrichtigkeit und am persönlichen Erlebnis hieße..." (15). Dazu erklärte "der hervorragendste Theologe der liturgischen Reform C. Vagaggini auch,  daß die Messgebete (offertorium, communio und postcommunio)  als Teil der allgemeinen Reform mit den übrigen Messteilen am schwersten in Einklang zu bringen wären ...(16) "...Da die Psalmengesänge integrierender Bestandteil des Wortgottesdienstes sind, ist nicht vorgesehen, diesen Gesang durch andere Lieder außer biblischen zu ersetzen. Allerdings, kann man die Antiphonien und Psalmen beim Introitus (Eingang), Offertorium (Darbringung), und Communio  durch das für diesen Teil der Liturgie  entsprechende Lied ersetzen (...). Abgesehen von der Problematik, die  durch diese Änderungen entsteht, ist es  gut, sich vor  Augen zu halten, daß eben diese biblischen Rufe und Lieder  unter den besten Speisen auf dem "Tisch des Wortes" sind (...)  Es ist nicht immer klar, inwieweit man  die biblischen Texte durch andere Texte und Volkslieder, oder durch kindische Liedchen ersetzen kann und darf..." (17) (Hervorhebung E.È.) Diese Unbestimmtheit veranlaßte die Abänderungen und Profanierungen des Gottesdienstes nach Belieben.

              Für Kroatien dagegen ist zum Verstehen der theologisch-musikalischen Ideen in der kroatischen Kirchenmusik eben das wesentlich, was vor dem II. Vatikanum Ivan Merz (1896-1928) und Albe Vidakoviæ (1914-1964) gemacht haben.

             Die Ansicht vom Vorrang des gregorianischen Chorals, die Merz während des Aufenthalts in Paris (1920-1922) vertiefte, mußten unbedingt auch die von Merz erzogenen "Kreuzer" übernehmen , und von den lebenden Vorkämpfern nach dem Merzischen Tod erwies sich als der heftigste unter ihnen eben D. Kniewald (1889-1979), sein Freund und Beichtvater. Und so wurde Kniewalds Liebe zum Choralgesang  zur strikten Ablehnung gegenüber den kirchlichen Volkschorälen (Volksliedern), wodurch ein neues Extrem entstand.

             Wie immer man will, betrachtet vom Standpunkt der europäischen Maßstäbe, war D. Kniewald  einer der seltenen Liturgiker, die ausschließlich den gregorianischen Choral befürworteten, wobei die Verwendung der kroatischen Sprache als liturgische Sprache in der Liturgie überhaupt nicht in Frage gestellt wurde, während die übrigen "Gregorianiker" grundsätzlich nur die lateinische Sprache befürworteten. (18)  Dabei, waren auf dem II. Vatikanischen Konzil (einschließlich der vorkonziliaren Kommission, die das 2. Vatikanum vorbereiten sollte) gerade Kniewald, ebenso wie der Bischof Pichler jene merkwürdigen Menschen, die die Verwendung der Volkssprache in der Liturgie unterstützten, wobei sich beide auf die mehrhundertjährige Praxis der Glagoliter (Kniewald) (19) sowie auf die Übersetzungspraxis der lateinischen Texte im Choralgesang  beriefen,  weil sie  im kroatischen Gottesdienst ab 1925 (Pichler) (20) und vorher galt.

 

     2.2.3. Widerstand gegen  die  Profanierung des Gottesdienstes

    

              Die Merz'sche Liturgische Bewegung und Kniewald hinterließen  vertrauenswürdige Nachfolger unter den Liturgiekern, da wir in der liturgischen Zeitschrift "Služba Božja" ("Gottesdienst") bis in die jüngste Zeit ständig eine einheitliche Einstellung gegen den Profanierungsgeist in der Kirchenmusik antreffen können. Hingegen bestimmte die liturgische Kommission des II. Vatikanums in ihren damaligen und späteren Dokumenten (einschließlich des Dokuments "Instructio musicam sacram" von 1967) für das Unterscheiden von sakral und profan keine klaren Kriterien, was in Deutschland Eckhard Jaschinski am analytischen Beispiel und der Darstellung der Konzilsdokumente in seiner Dissertation behandelte. Unter anderem schrieb Jaschinski auf  Seite 183: "...Wiederum unberücksichtigt bleibt der Antrag von A.C. De Vito, es solle etwas zur Unterscheidung von sakral und profan gesagt werden; dies bringt er in der Zusammenschau von Art. 94 und 97 vor, ausgehend von der einheimischen Musik Indiens...(317)" (21) (Hervorhebung E.È.)

    Wie mißlich  diese Ungenauigkeit ist, zeigte uns ein Beispiel von Liturgiker Radiæ: "...( Introitus-, Offertoriums-, und Communio-) Antiphonen und Verse sind von der Hl. Schrift übernommen und sie beinhalten die feinsten Ausdrücke der Gottesverkündigung (...) Falls diese Texte, laut liturgischen Gesetzen, durch manch anderes Lied ersetzt werden, sollte man feststellen, wie weit sich dieses Lied von biblischer Verkündigung und Stimmung  entfernte. Auf jeden Fall müssen diese Antiphonen mit den einfachsten Melodien im Einklang stehen." (22) Das Problem der Entfernung von der biblischen "Verkündigung und Stimmung" ist eigentlich das Problem der Unterscheidung zwischen profan und sakral. Im Rahmen der unklaren Situationen ist dem Profanieren Tür und Tor geöffnet, worüber Radiæ schrieb: "... In Bezug auf die Antiphonen und Verse, die man während der Darbringungsprozession zu singen hat (in processione qua dona offerentur), läßt sich eine etwas unklare und paradoxahle Situation feststellen; bei der lateinischen Herausgabe der liturgischen Bücher werden (diese Verse) nur in den Gesangsbüchern gebracht. In der für das Römische Missale typischen Ausgabe (Radiæ wollte sagen "vorbildlichen  Ausgabe" - E.È.) lassen sich diese Verse nicht finden (...) Die Herausgeber des Volksmessbuches rechneten nicht  mit dem erwähnten Umstand und ließen deshalb dieses Element, das für die Gemeinschaft der Gläubigen bestimmt war, ganz weg ." (22)

     Auf jeden Fall wurde dort, wo  Sakralgeist und -form nicht streng definiert sind (sei es wegen eines Versäumnisses oder wegen der schöpferischen Kreativität), Tür und  Tor nicht nur der Kreativität sondern auch dem Belieben und Profanieren geöffnet sind. Solche Laster versäumten leider nicht ihre Gelegenheit. (23)

              Daraus geht hervor, daß ein Leser die Konstitution über die Hl. Liturgie nur dann richtig verstehen kann, wenn man die Konstitution durch das Prisma aller konziliaren Dokumente liest sowie wenn man gleichzeitig das Kapitel "Sacrosanctum Concilium" in den breiten kirchlich - geschichtlichen Kontext stellt, wie es Kardinal Ratzinger in seinem (hier zitierten) Buch dargestellt hatte. Außer dem erwähnten Kontext ließe sich die Konstitution beliebig verstehen, fast ebenso, wie es die christlichen Sekten mit der Bibel taten. Die kroatischen Liturgiker bewahrten sich vor dieser Gefahr. (23)

 

     Eine ähnliche Einstellung gegen banal und profan (wie bei den kroatischen Liturgiekern) können wir auch in der Zeitschrift "Sv. Cecilija" (Hl. Cäcilia) finden. Gegen die Profanierung in der Kirchenmusik äußerten sich alle Kirchenmusiker. Unter den Kirchenmusikern und Liturgiekern bestand der Unterschied nur darin, daß wir unter den Kirchenmusikern mehr Verehrer und Vorkämpfer des kirchlichen Volksliedes finden können , dabei ist aber gegenüber dem gregorianischen Gesang und seinem Geist in beiden Gruppen kein Widerstand anzutreffen, wie es bei Pius Parsch der Fall war. (24)

     Der Vorstand des Instituts für Kirchenmusik bei der theologischen Fakultät in Zagreb, Dr. Izak Špralja (Schpralja), erklärte in der Zeitung "Narod" (Das Volk) vom 1. Juli 1996 ausdrücklich:

     a) "Ich bin der Meinung daß die neue Situation zusammen mit dem II. Vatikanischen Konzil entstand. Grundsätzliche Verwirrung entstand in bezug auf das was wir als "Inhalt der Musik"  bezeichnen sollten. (Hervorhebung E.È.). Die Menschen zerrütteten diesen Begriff:  sie bezeichneten z.B. die U-Musik mit dem Termin "moderne Musik" bzw. "rhythmische Musik" usw.    

              b) Die Kirche geht von ihrem Ideal aus, wie  dieses Ideal aber  von der Welt respektiert wird - das ist eine andere Frage. Der gregorianische Choral ist so vollkommen,  daß ihm ganz egal ist, ob ihn eine bestimmte Generation akzeptiert oder nicht.

             c) Wegen der mangelhaften Musikausbildung (...) konnten die Menschen, die mit den Priestern am Gottesdienst teilnahmen, dem entsprechenden Sinn und kirchenmusikalischen Ausdruck nicht so richtig folgen wie es das II. Vatikanum propagierte". (25)

 


 

KURZUM:

     In großen und ganzen gesehen, scheint es,  als ob Kroatien unter den wenigen katholischen Ländern sei, in denen die liturgische Erneuerungsbewegung Wirkung zeigte, wobei auf der kirchlich-fachlichen Ebene verschiedene Liturgiker und Kirchenmusiker eine gegen die im Gottesdienst durchführende Profanierungspraxis einheitliche kritische Einstellung zugunsten der Sakralstimmung  des gregorianischen Chorals einnahmen, was dem Cäcilianischen Geist von Albe Vidakoviæ sowie dem benediktinischen Geist von I. Merz entspräche. Dabei "konnte man bei uns hören, und dies war sogar in verschiedenen Zeitungen zu lesen, daß der größte Erfolg des II. Vatikanums die sog. "Desakralisierung der Liturgie!" sei. Bisher ist mir nicht bekannt, daß irgendjemand in Kroatien darauf reagierte...",  sagte Liturgiker Jure Radiæ. (26)

     (In anderen Ländern Europas können wir eine umgekehrte und noch deutlichere Spaltung feststellen: eine Seite ist sehr oft kritisch nicht fähig, den profanisierenden Geist einzusehen, und das Kritische wird als eine subjektiv gehobene Einstellung

betrachtet - sehr oft sind es die Liturgiker - und die andere Seite warnt vor der Gefahr der musikalischen Auflösung im Bereich der kirchlichen Choraltradition; in diesem Fall sind es meistens Kirchenmusiker, die bei Kardinal Ratzinger volles Verständnis und die Unterstützung fanden.

     Wir können feststellen, daß die echte Cäcilianische Kultsakralisierung (vor und während der Periode 1945-1990) in Kroatien inkonsequent durchgeführt wurde: entweder es gab zu wenige und nicht ausreichend geschulte Kirchenmusiker, oder die kommunistischen Behörden entfernten - durch ihre antitheistische Einstellung - alle Musiklehrer aus der Kirche, und verhinderten dadurch eine normale kirchenmusikalische und kulturelle Entwicklung. Außerdem scheint es, daß bei den Kirchenbehörden in dieser Periode kein Wille vorhanden war, den kirchenmusikalischen Sakralgeist zu bewahren und zu erneuern, worüber die Zeitschrift  "Sv. Cecilija" ("Hl. Cäcilia") mehrmals schrieb. (Kapitel 1.)

              Der Unterschied zwischen den kroatischen Liturgiekern und Kirchenmusikern bestand also nur darin, daß sich die Liturgiker (fast) ausschließlich den gregorianischen oder glagolitischen Choral wünschten, während die Kirchenmusiker auch das traditionelle Kirchenlied gepflegt und erneuert  haben wollten, wobei sie stolz betonten, daß das kroatische Kirchenlied (sowie die übrige klassische Musik) (27)  aus dem gregorianischen Choral hervorgegangen ist.  (Die Erläuterung der kroatischen Kirchenmusik und des Chorals folgt im Kapitel 4.)

 

 

 

 

 2.2.4. Die Unterschiede zwischen Liturgiekern und Kirchenmusikern

 

 

     Auf dem II. Vatikanischen Konzil war die Situation umgekehrt: Der Kirchenmusiker I. Anglés vertrat nur die Verwendung von Choralgesang und Polyphonie,  wobei alles andere als  aliturgische Musik, außer der Meßfeier, zu betrachten wäre (ebenso wie bei I. Merz). (28) Demgegenüber verlangte der Liturgiker J. Gelineau (und seine Gruppe), dem vereinfachten Kirchengesang breiten Platz einzuräumen und die  Kirchenmusik an die bescheidenen Möglichkeiten der Gläubigen anzupassen. (29) Obwohl der gregorianische Choral in den konziliaren Dokumenten einen sehr hohen oder mindestens gleichwertigen Rang erhielt, gewann der Anspruch von Gelineau in der Praxis nach dem Konzil die Oberhand. Kardinal Ratzinger sagte über die neue Situation folgendes: "Der Inhalt des Motu proprio Pius X. über die Kirchenmusik wird endlich als eine "kulturell kurzsichtige und theologisch nichtige Ideologie sakraler Musik" bezeichnet. Hier ist nicht nur Soziologismus am Werk, sondern auch eine totale Lostrennung des Neuen Testaments von der Geschichte der  Kirche, die sich mit einer Verfallstheorie verbindet, wie sie, für manche Aufklärungs-Situationen kennzeichnend ist: Nur in den Jesuanischen Uranfängen liegt das Reine; die ganze übrige Geschichte erscheint als ein "musikalisches Abenteuer mit desorientierten und verfehlten Erfahrungen", die man "zum Ende bringen muß", um endlich wieder das Richtige zu beginnen (...) Ich würde von all dem nicht so ausführlich reden , wenn ich dächte, daß solche Ideen nur vereinzelten Theoretikern zuzuschreiben wären. Obwohl unbestritten ist, daß sie sich nicht auf den Text des Zweiten Vatikanums stützen können, hat sich so in manchen liturgischen Büros und ihren Organen die Meinung durchsetzen können, daß der Geist des Konzils in diese Richtung weise ..." (30) (Hervorhebungen E.È.)

     In bezug auf das Zweite Vatikanische Konzil ist in Kroatien die Situation ungelöst: dank den politischen Umständen wurden aus der Kirche alle Musiklehrer entfernt, weswegen  es eine Zeitlang keine entsprechen Fachleute gab, um das Volk zu führen, was sich später zugunsten der Geschmacklosigkeit und kirchenmusikalischen Stagnierung entwickelte. Als schließlich das Institut für Kirchenmusik 1964 seine Tätigkeit aufnahm, verbreiteten sich die profanisierenden Einflüsse von Jesuit A. Duval, Spirituals usw., ganz ungehindert weiter, da sich unter den Priestern nur Kniewald und Vidakoviæ als Geschmackerzieher profilierten, was offensichtlich nicht ausreichend war. (D.h. obwohl die Texte biblisch abgefaßt und gemeint sind, entsprach die Stimmung der Musik nicht der traditionellen Klangstimmung der Katholischen Kirche,  und gegen diese weltliche musikalische Stimmung äußerten sich die kroatischen Liturgiker und Kirchenmusiker, nicht aber die katholische Presse - weder  in Kroatien, noch in ganz Europa). Als schließlich die ersten kirchenmusikalischen Generationen aus dem Institut für Kirchenmusik hervorgingen, konnten sich die Kirchenmusiker nur einer begrenzten Auswahl kirchlicher Partituren bedienen: die relevante "NOVA CRKVENA PJESMARICA" (Neues kirchliches Gesangbuch) erschien erst im Jahr 1973/74 ! Die Bedingungen für die Profanisierung der musikalischen Sensibilität bei den Gläubigen waren ideal, worin auch die Antwort auf die Frage zu finden ist, warum die Kriterien der Liturgiker und Kirchemusiker so hoch und der Zustand des Kirchengesangs (besonders im Norden) so arm ist.

 

              Während im freien Westen die Faktoren der katholischen Kultprofanierung durch die Hinwendung zum Völkischen, Natürlichen und Weltlichen d.h. durch Folklore und U-Musik bedingt wurden (im Geiste der französischen Philosophie der Natürlichkeit) (31), entstand in Kroatien das Problem auch infolge der dauerhaft schlechten politischen Umstände:

               a) Der nationalistische Geist des Fin de siecle bewog nicht nur die Komponisten der E-Musik in Richtung des Völkischen, sondern auch die kroatischen Cäcilianer (z.B. F. Dugan im 20 Jh.), die ihre Bemühungen  in Richtung der alten kroatischen Kirchenlieder, und nicht zum gregorianischen Choral ausrichteten, (32) wie es in den germanischen und romanischen Ländern der Fall war. Wie gesagt entwickelte sich in Kroatien (besonders im Norden) eine einseitige Neigung zum Volkslied oder zur U-Musik und damit eine Distanzierung   von der heiligen Quelle des gregorianischen Gesangs. (Laut "Constitutio de Sacra Liturgia", Kapitel 6 - "De Musica Sacra", des 2. Vatikanums ist für den  gregorianischen Choral die Bezeichnung "heilig" ganz entsprechend).

              b) Die kroatischen Cäcilianer wirkten zur gleichen Zeit wie Merz, Kniewald und P. Paveliæ, jedoch wurde die Cäcilianische Wirkung während der Periode 1945-1990 immer schwächer, außer im Fall des Kirchenmusikers Vidakoviæ, der auch die gregorianische und glagolitische Choralmusik schätzte. Unter dem Einfluß von Kniewald und Vidakoviæ (die polemische

Auseinandersetzungen führten, nicht weil es um tiefgreifende Gegensätzlichkeiten zwischen sakral und profan ging, sondern weil für Kniewald alles, was vom Volk kam, als profan zu betrachten war, sogar dann, wenn man gregorianische Elemente feststellen konnte) (33) bewahrten  die Liturgiker und Kirchenmusiker ihre Sakralkriterien, hatten aber keine Gelegenheit, das Ideal  sakraler Schönheit zu realisieren. (34)

              Würden wir uns die Frage stellen, warum kroatische Liturgiker und Kirchenmusiker die christlichen zweitausendjährigen Kriterien des Sakralen in der Musik bewahrten (im Vergleich zu den übrigen Tendenzen in Europa), könnten wir eine hypothetische Antwort in der Persönlichkeit von I. Merz und seinem Kreis sowie in der Tätigkeit von A. Vidakoviæ finden, wobei man sich den traditionellen Chorgesang und die Tradition der unmittelbaren Verbundenheit zwischen dem kroatischen kirchlichen Volkslied und dem gregorianischen und glagolitischen Choral vor Augen halten muß (worüber zahlreiche Liturgiker, Musikwissenschaftler und Kirchenmusiker ihre Aussagen machten, wie z. B. der Ethnomusikologe J. Beziæ, der Liturgiker D. Kniewald, der Musikwissenschaftler L. Županoviæ sowie die Kirchenmusiker I. Špralja, M. Lešæan, und A. Vidakoviæ). (35) In Kroatien bedingten die schlechten gesellschaftlich-politischen Umstände innerhalb der Kirche eine ebensolche Situation, die Vidakoviæ und Merz nach dem Muster der großen Päpste wie Pius X., XI., XII. aus der Kirche zu entfernen wünschten. Das Volk sang aber, wie es wußte und konnte. Der Liturgiker J. Radiæ (1920-1990) fand die Gründe für den Mißerfolg  der musikalisch-liturgischen Erneuerung im Bereich der priesterlichen Erziehung in den Seminaren/Klausuren und an den theologischen Fakultäten (36). Ähnlicher Meinung war auch der Bischof von Banja Luka Alfred Pichler (1913-1992); Ersterer sprach darüber in seiner Dissertation, während sich der Zweite dazu 1987 in der "Sv. Cecilija" (Hl. Cäcilia) 87/1 äußerte..

 

 

 

     2.2.5. Die Folgen der Verwirrung durch die neue Situation

 

              Im erwähnten Kontext ist die Meinung vom Benediktinerpater Martin Kirigin (geb. 1908), vom künstlerischen Standpunkt aus betrachtet, eine Meinungssynthese von I. Merz und A. Vidakoviæ. P. Kirigin respektiert ausdrücklich Pius Parsch wegen seiner aufrichtigen Bemühung um die Massenverbreitung der Liturgischen Bewegung (und seines Bestrebens, die Menschen für Christus zu erobern). Andererseits liebt Kirigin aufrichtig den gregorianischen / glagolitischen Choral und widersetzt sich dem Eindringen des Banalen und Weltlichen in die Kirchenmusik. (Bei den Gegnern des Choralgesangs macht sich ein solcher Widerstand kaum bemerkbar, da so etwas nicht möglich ist: wenn wir dem Choral jedes Recht, maßgebend zu sein, sowie den Kriteriumsvorrang des Heiligen absprechen, gibt es auch kein grundsätzliches Kriterium sowie Muster zum Unterscheiden zwischen profan und sakral). Bei Kirigin ist dem lebenden Sinn zum Unterscheiden von profan und sakral zu begegnen. Die heutige Liturgie (in Folge der verallgemeinerten  Definitionen und des beliebigen Verständnisses von der Instructio Musicae sacrae -bekannt als "Musicam sacram"  J. 1967 - des Zweiten Vatikanums) steht hingegen unter dem Einfluß der Einstellungen, nach denen  jede im Gottesdienst verwendete Musik möglich ist,  wenn sie pastoralen Zwecken dient. Wie gesagt, (nach Ratzinger) (37) wegen des mangelhaften Bewußtseins über die Kontinuität der kirchenmusikalischen Geschichte, sieht die Situation so aus, als ob niemand mehr maßgeblich dafür sei, zu konstatieren, daß eine gewisse Musik weltlich oder sogar heidnisch ist. Es gab wenige, die auf die Idee kamen, daß die Inkulturierung der Liturgie auch die Gefühlseinfügung der heidnischen Denkelemente der hinduistischen und buddhistischen Religionen in den christlichen Geist bedeuten könnte, obwohl die Dokumente des II. Vatikanums die Nicht-Christen (doch mit Respekt) an mehreren Stellen als Heiden bezeichnen (...Sancti Patres constanter non esse sanatum quod assumptum a Christo non fuerit...) (38).  "... In Sri Lanka ist die Auffassung sehr lebendig, daß die Christen bei der Taufe ein für allemal die religiösen Ausdrücke  der Hindus und Buddhisten verließen, und deswegen werden die dortigen Christen durch die neue Annahme  von gemeinsamen Kulturelementen  in die christliche Liturgie sehr verwirrt (...) In Thailand dagegen haben wir einen umgekehrten Fall (...) Die Inkulturation stößt auf den Widerstand der Buddhisten, die sich den Christen widersetzen, weil diese "ihres nehmen"..." (39)

              Als Beispiel allgemeiner Verwirrung unter den kroatischen Priestern nennen  wir den Artikel von Sebastijan Goleniæ  "Über das Jugendproblem in  der Liturgie". (40) Der Autor schreibt: "...An das peinliche Problem  der Glaubenserziehung verknüpfte sich auch das Problem des musikalischen Ausdrucks. Der Begriff "geistliches Chanson" steht fortwährend unter dem Fragezeichen, was es ist  und ob es in der Kirche und Liturgie zulässig ist. Beim Versuch, eine Antwort auf diese Frage zu finden, traten "Einstellungen" zutage, die das  Chanson negieren, und   andere, die im Kirchenchanson die maßgebliche  Lösung finden (...) Die Schwierigkeit liegt auch darin, daß fast das ganze Erbe der gebotenen Kirchenlieder keinen Anklang im Glaubensleben der Jugend fand (...) Vielleicht sollten wir ganz und gar nicht alles,  was sie singen,  als "Neuerung und Modeware" bezeichnen. In der Kirche sollte man nicht verbieten, wenn jugendliche sich des "neuen Geistes" (!) bedienen wollten. (Rom 6,4) Ihr Wachstum und ihre Entwicklung haben, vom sozialen und denkerischen Gesichtspunkt her, ganz andersartige Wurzeln als es die unseren waren und noch immer sind.  20 Jahre sind bereits vergangen, seit die konziliare Erneuerung auf unser christliches Tor zu klopfen begann.  Unter allen anderen Fragen dieses Prozesses blieben wir vom musikalischen Ausdruck her befangen und unvorbereitet, die Richtlinien für die Jungen anzubieten." (40) (Hervorhebungen E.È.) Vom kirchenmusikalischen Standpunkt aus ist das die Stimme, die jene Priester vertrat, die sich mit der Kirchenmusik philosophisch und ästhetisch oberflächlich beschäftigten.

              Eine für die Kirchenmusik maßgebliche Meinung äußerte schon 1986 Kardinal Ratzinger, aber diese Einstellung setzte sich in der Öffentlichkeit leider nicht durch. In Gesprächen mit manchen Priestern konnte ich beliebige Kommentare feststellen, die zu Ratzinger im krassen Gegensatz stehen. Und auf dem VIII. Internationalen Kongreß der Kirchenmusik (1986) sagte Ratzinger  auch folgendes: "...In Disputen des Konzils und unmittelbar danach schien es sich dabei lediglich um den Gegensatz zwischen Pastoralpraktikern auf der einen Seite und Kirchenmusikern  auf der anderen zu handeln, die sich einer bloßen pastoralen Zweckmäßigkeit nicht einordnen lassen wollten, sondern die innere Würdigkeit der Musik als einen pastoralen und liturgischen Maßstab eigenen Ranges zur Geltung zu bringen versuchten. Der Streit schien sich also im wesentlichen nur auf der Ebene der Anwendung zu bewegen. Inzwischen aber geht der Riß tiefer. Die zweite Welle der liturgischen Reform treibt die Fragen  bis zu den Grundlagen selbst voran. Hier geht es um das Wesen gottesdienstlichen Handelns als solchem, um seine anthropologische und theologische Grundlagen. Der Streit um die Kirchenmusik wird symptomatisch für die tiefere Frage, was Gottesdienst sei..." (41) (Hervorhebung E.È.) Die Musik trägt in sich die geheimnisvolle Antwort auf die Frage, in welcher Richtung sich unsere christliche Kultur bewegt. Dieses Problem (das Verhältnis sakral-profan) bewog auch die Geister der kroatischen Liturgiker sowie die Kirchenmusiker.


 

II. Vatikanum

 

Anmerkungen

 

1) Harnoncourt, Philipp: Katholische Kirchenmusik vom Cäcilianiesmuß bis zur Gegenwart, in: "Traditionen  und Reformen in der Kirchenmusik", Kasel: Bärenreiter 1974, S. 95-99

 

2) Škarica, Marin: Duhovna obnova po liturgiji,  Iz  bogatstva teološko-liturgijskog razmišljanja Ivana Merza, (Die geistliche Erneuerung durch die  Liturgie,  Gedanken aus den theologisch-liturgischen  Überlegungen von I. Merz), in: "SLUŽBA  BOŽJA" 1987/3,  S.  217-219 besonders S. 219

 

3) Vgl. "SLUŽBA BOŽJA" 1963/1, S. 151-163

 

4) Harnoncourt, Philipp: Katholische Kirchenmusik ..., in: "Traditionen  und Reformen in der Kirchenmusik", Kasel: Bärenreiter 1974,  S. 95-97

 "Das liturgische Erneuerungsprogramm von Romano Guardini (Burg  Rothenfels) und dem Leipziger Oratorium, dem auch große Teile  der katholischen Jugendbewegung mit Prälat Ludwig Wolker folgten,  stellt die deutsche Ausprägung dieser strengen Richtung dar;  es sieht einen weitgehenden Gebrauch von deutschen Übersetzungen in der Liturgie vor, aber die im  übrigen  unangetastete  und als unantastbar geltende Liturgie der Kirche wird  der  Frömmigkeit und Andacht des Volkes  gegenübergestellt. Hier hat die "Deutsche Gregorianik" ihren Ursprung , die in der Chormesse sowie  in der deutschen Gemeinde-Vesper und -Komplet  Verwendung findet. Die Volksliturgische Richtung hingegen - ihr Hauptvertreter ist der Chorherr Dr. Pius Parsch  in Klosterneuburg bei Wien - sieht  im Volk bzw. im Menschen die vorgegebene und normative Größe und verlangt darum, die Liturgie zum Volk  herunterzuholen; Idealformen  der Liturgiefeier  sind die Bet-Sing-Messe und das Deutsche Hochamt. Eine ähnliche Bedeutung wie die deutsche Gregorianik für Burg Rothenfels  hat der "deutsche Choral " für Klosterneuburg .  Auf die Entwicklung der Kirchenmusik hatte die Liturgische Bewegung vielfachen und nachhaltigen  Einfluß. Im Gesang sah man die wichtigste  und beste Möglichkeit , die Gläubigen tätig an der Feier zu beteiligen, so wurde der kirchliche Volksgesang nach Kräften gefördert (.....) 

Gerade die Diözesengesangbücher  im deutschen Sprachgebiet  lassen  deutlich erkennen, wie cäcilianische Ideen  nach und nach von Tendenzen der Liturgischen Bewegung  abgelöst  werden.."

 

S. 99  Pius Parsch: " Der lateinische Choral kann nur in ganz beschränktem Maße unseren heutigen Katholiken zugemutet werden,... es ist heute und auch in absehbarer Zukunft nicht der aktive Gesang des christlichen Volkes ...(Anm. 70)

" Der Choralgesang wird uns Deutschen immer fremd bleiben, ... der Choral blieb bis heute  noch immer  Dessert, nicht aber kräftiges Kornbrot...." zitiert:

Jaschinski, Eckhard: Musica sacra oder Musik im  Gottesdienst?, Regensburg 1990, S. 26 (Anm. 35)

ibidem auch  S. 25:

"In Österreich ging von Klosterneuburg eine betont volksliturgische Bewegung aus (P. Parsch), die auch in Deutschland breitere Schichten erfaßte (Anm. 30) ..."

 

5) Radiæ, Jure: Liturgijska obnova u Hrvatskoj (Die liturgische Erneuerung in Kroatien), Makarska 1966,  S. 54 und 138

 

6) ebda 138-139

 

7) Beziæ, Jerko: Hrvatske crkvene i nabožne puèke pjesme do 1990 i otada, (Kroatische geistliche und religiöse Volkslieder bis 1990 und später), in: "ARTI MUSICES"  1993/24/2,  S. 169-183 ( Zeitschrift der  Kroatischen musikwissenschaftlichen Gesellschaft)

 

8) Fleckenstein, Franz: Marienverehrung in der Musik, in: "Handbuch der Marienkunde", Regensburg 1984, S. 629

 

9) Merz, Ivan: Put k suncu, odabrani  tekstovi (Der Weg zur Sonne,  ausgewählte Texte) hrsg. v. Božidar Nagy, Zagreb 1978, S. 71-73  

 

10) Anonymus:  Religiozne gramafonske ploèe (Religiöse Schallplatten), in: Vjesnik ðakovaèke biskupije 1960/12, 178-180

"O. Gelineau priredio je ploèu  o  Abrahamu  i  dobio  za taj svoj rad Veliku Nagradu za ploèe 1958. O.  Deiss  priredio je ploèu o Joni. Te  dvije ploèe smatraju se uzorom svoje vrste". S. 180

Dt.: "P. Gelineau veröffentlichte eine Schallplatte über Abraham und erhielt dafür den "Grand Prix" für Schallplatten im Jahr 1958. P. Deiss gab die Schallplatte von  Jona heraus. Diese  zwei Schallplatten werden als beispielhaftes Vorbild betrachtet." S. 180

 

Vgl. auch:

Jaschinski,  Eckhard: Musica  sacra  oder  Musik  im Gottesdienst?,   Regensburg 1990, S. 204

 

11) Vgl. "Glas Koncila", 06.07.1997, S. 19 auch:

"Vjesnik ðakovaèke biskupije", 1960/12, S 178-180

 

12)  Jaschinski, Eckhardt: Musica sacra ..., S. 262

 

"...seine abschließenden Gedanken  vom   Dienstsamt  der Kirchenmusik im dritten Schema nicht  nur  einen  Niederschlag  gefunden, sondern die Neukonzeption der gesamten Instruktion entscheidend mitgeprägt haben".

Also, die Endfassung nach Gelineau-Entwurf! Dazu ist seine Unterscheidung von   sakral  und  profan  sehr  abstrakt:  z.B. "...Die Ästhetik der liturgischen Musik besteht  in ihrer eigenen liturgischen Rolle ..."   (!?) Autonomie der  Kunst!  Alles  Schöne  kann verwendet werden! Diese Definition ist scheinbar logisch, tatsächlich aber läßt sie sich auch verschieden d.h. zweiseitig Verstehen, und  nach Belieben in der Praxis durchführen. Den Satz "die eigene liturgische Rolle" kann man so verstehen  als ob alles schön wäre, was in der Praxis  durchführbar ist, weil es das Volk Gottes  für anständig und schön hielt, obwohl es vielleicht nach tausendjährigen sakralen Kriterien heidnisch  sein könnte. Wenn man aber diesen Satz  innerhalb der kirchenmusikalischen liturgischen Tradition betrachtet, dann heißt dies, daß sich die Ästhetik der liturgischen Musik durch die Beibehaltung des gregorianischen Chorals, die seine eigene liturgische Rolle ausbildete, verstehen kann. So etwas konnte man aber von einem Gelineau sicherlich nicht erwarten. Er vertrat  die volksstimmliche liturgische Musik und schuf sich die Definitionen, die seine Absichten in der Praxis durchsetzen können. Er ist, in dem Sinne,  ganz plausibel. Und die lebende kirchenmusikalische Praxis  bewies, daß wir den gregorianischen Choral noch kaum finden können. Die "eigene liturgische Rolle" hat bis auf weiteres gesiegt.

 

13) ebda. S. 66-68, 233-234 

 

14) ebda. 244

 

15) Radiæ, Jure: Rijeè  i   otajstvo  (Das Wort und das Allerheiligste), in: Logos kai mysterion, Makarska: "SLUŽBA BOŽJA" 1989, S. 16

 

16) ebda, S. 22

 

17) ebda, S. 29-30

 

18) Kniewald,  Dragutin:  Hrvatski  liturgijski  jezik  (Die kroatische liturgische Sprache ), in: Služba Božja 1964/2, S. 3-20

 

19) Kribl, Josip: In Memoriam Prof. Dr. Dragutin Kniewald, in: Vjesnik ðakovaèke biskupije 1980/5, S. 97-98

 

"Pripovijedao mi je:  Gotovo  su svi  bili   za  narodni   jezik, osim  službenog stava u toj   pretkoncilskoj  liturgijskoj   komisiji. Tada je dr.  Kniewald  na jednom predavanju  rekao:  Mi   Hrvati  veæ  imamo liturgijski jezik i to narodni  (...) Na to  su svi zinuli. Nisu imali pojma, pa  ni  Bugnini. On je,   meðutim,  sa sobom  imao tekstove glagolskog odnosno staro-hrvatskog misala.  Kada su to vidjeli Bugnini i njegovi bliži suradnici samo su se pogledali. Rasprave  o puèkom jeziku u Bogoslužju su  sada imale drugaèiji ton (...) Jedan je  profesor,  Španjolac, èlan liturgijske  komisije  rekao   prof. Kniewaldu: Gosp. profesore! Vi ste u  mirovini i stari ste (...) Vama se ne može ništa dogoditi, ako iz ovog materijala što ste ga izložili, zahtijevate da se uvede puèki jezik  u liturgiju, u Bogoslužje, mi æemo Vas svi podržati (...) Svi su ga podržali (...)"

 

"Er erzählte  mir:  außer  der  offiziellen  Stellungnahme,  befürworteten fast alle in dieser vorkonziliaren liturgischen Kommission die Volkssprache. Und dann sagte Dr. Kniewald bei einer Vorlesung: Wir Kroaten haben schon eine liturgische Sprache und zwar die Volkssprache (...) Alle staunten, da sie davon keine Ahnung hatten, nicht einmal Bugnini. Kniewald  brachte  aber Texte vom glagolitischen d.h., altkroatischen Missale. Als Bugnini und seine engen Mitarbeiter es sahen, schauten sie sich nur gegenseitig an. Die Diskussionen über die Volkssprache im Gottesdienst,  erhielten nunmehr einen ganz anderen Beiklang. (...)  Ein spanischer Professor, Mitglied der liturgischen Kommission, sagte dem Professor Kniewald: Herr  Professor! Sie sind in Pension, und Sie sind alt (...)  Ihnen kann nichts geschehen, wenn Sie auf Grund des vorgelegten Materials die Einführung der Volkssprache in die Liturgie, in den Gottesdienst, fordern, und wir alle werden Sie dabei unterstützen (...) Und wirklich, alle unterstützten ihn ..."

 

20)  Jaschinski,  E.: Musica sacra ..., S. 122 , Nr. 87

 

auch: Kniewald, D.: Latinsko Bogoslužje u Hrvata ( Der lateinische Gottesdienstbei den Kroaten), in: SLUŽBA  BOŽJA 1963/ 4-5, S. 38-46, besonders 44

 

21)  Jachinski, E: Musica sacra ..., S. 183

 

22)  Radiæ, J.:  Rijeè i otajstvo  (Das  Wort  und das Allerheiligste),  in:  Logos kai  mysterion,  Makarska:  Služba Božja  1989,  S. 45

 

23)  ebda, vgl. auch S. 16:

"...Kako se u ovome snaæi: Teoretski gledano ovo bismo vrenje (  stvaranje novih liturgijskih oblika znaèi i glazbe - E.È.) mogli smatrati izvanrednim znakom Božjeg djelovanja u sadašnjem èasu Crkve ... No, u ovoj najsakralnijoj stvari ne smijemo  postupiti lakomisleno. Praksa  ovdje pokazuje nešto sasvim drugo nego što je teoretski ideal. Svi partikularni pokušaji stvaranja novih obreda s kojima sam se do sada susreo bili su pretežno udaljavanje od liturgijskog duha i stila, a ne približavanje. Ono što je uèinjeno na periferiji ne može se ni iz daleka usporeðivati s tipovima predloženim iz Rima. ..."

Dt.: "... Wie  kann man sich darin orientieren: Die Praxis  zeigt etwas ganz anderes als ein theoretisches Ideal. Alle Einzelversuche, neue Riten zu schaffen , denen ich bislang begegnete, waren überwiegend  vom liturgischen Geist und Stil sehr entfernt, und führten eigentlich keine Annäherung herbei. Was auf dem Randgebiet getan wurde, läßt sich überhaupt nicht mit den aus  Rom vorgelegten Typen  vergleichen ..." 

 

24)  Harnoncourt, Ph.: Katholische Kirchenmusik ...,  S. 99 , 

auch: Jaschinski, E.: Musica sacra ... S. 26 ,  Nr. 35 (Fußnote)

 

25)  Èiæ, E.: "Veselimo se buduæim naraštajima",  NAROD,  (HPP),  Zagreb  01.06. 1996,  S. 21

 

26)  Radiæ, J.: Rijeè i otajstvo,  S. 13

 

27) Fleckenstein, Franz: Marienverehrung in der Musik, in: HANDBUCH DER  MARIENKUNDE, Hrsg. Wolfgang Beinert und Heinrich Petri, Regensburg 1984, S.  622-663,  besonders S. 630-633

Der Autor weist nach, daß sich die gesamte westliche klassische Musik vom Choral aus entwickelte:             

 

              "Die Ursprünge der Mehrstimmigkeit  reichen zurück bis ins 9. Jahrhundert und stehen im engsten Zusammenhang mit dem Aufkommen der bereits erwähnten Tropen. Waren diese erweiternde, erklärende Einschübe in die festgefügten Texte der Liturgie, also gewissermaßen Paraphrasen, so stellen die Anfänge der Mehrstimmigkeit die musikalische Entsprechung dazu dar. Man ließ  die mit den Texten fest verbundenen liturgischen, d.h. gregorianischen Melodien über Haltetönen (Bordun) erklingen, oder gab den Melodien eine klangliche Stütze (Quarten- und Quintenorganum) und bettete damit das Wort gleichsam in einen Klangraum. Es handelte sich dabei zunächst nicht um Kompositionen im eigentlichen Sinn, sondern eher um eine neue Aufführungsweise des liturgischen  Gesanges. Sie ergab sich aus der Begegnung des melodisch-linearen  Musikempfindens der Völker im Süden Europas, das sich im  Choral seine adäquate Manifestation geschaffen hatte, und dem klanglichen Musikempfinden der germanischen Völker nördlich der Alpen, wo Tropus und Mehrstimmigkeit denn auch entstanden. Die Begegnung zweier "musikalischer Welten" löste eine Entwicklung aus, als deren köstliche Frucht die abendländische Musik heranreifte  und die in der sogenannten klassischen Vokalpolyphonie des 16 Jh. eine erste reiche Ernte bescherte. (25) Die einer solch bedeutsamen Entwicklung innewohnende Dynamik drängte notwendig zu neuen musikalischen Mitteln, Formen, Stilen und Techniken, führte alsbald zu einem neuen Musikverständnis als einer eigenständigen Kunst. All das wirkte weit über den liturgischen Bereich hinaus, warf Fragen und Probleme auf, denen man nicht ausweichen konnte, wie etwa der einsetzenden Loslösung von der  liturgischen Melodie oder der Textbehandlung und Textverständlichkeit in der Mehrstimmigkeit.  Die Gefahr einer Verweltlichung der Kirchenmusik war nicht von der Hand zu weisen. Die lang andauernden  Auseinandersetzungen führten schließlich zu einer ersten grundsätzlichen päpstlichen Verlautbarung zur Kirchenmusik in der Constitutio "Docta SS. Patrum" Johannes' XXII. 1324/25.  Die Mehrstimmigkeit an sich wird nicht abgelehnt, aber die Verdrängung der gregorianischen Melodien durch eine Mehrstimmigkeit, die durch entsprechenden profanen Ausdruck der liturgischen Aufgabe fernsteht. Die zentrale Stellung des Chorals wird betont und der neuen Mehrstimmigkeit wird für ihre liturgische Verwendung ein Weg gewiesen, "der in Bewegung, Rhythmus, Tonalität und Deklamation der Gregorianik folgt" (26) Damit war der Weg zur Cantus -firmus- Technik sowie zur Themenverarbeitung und -entwicklung aus und nach Choralmelodien eröffnet, zu einer Kompositionstechnik, die bis heute in Gebrauch blieb und die im Laufe der Zeit vielfältige Bereicherung erfuhr(....) Die Entwicklung der Mehrstimmigkeit drängte einerseits hin zu immer größerer Vollkommenheit, setzte aber andererseits bezüglich der Textbehandlung, eines immer stärker aufbrechenden subjektiven Ausdrucks,  der Verwendung weltlicher Melodien für liturgische Kompositionen erneuert die Auseinandersetzung um die kirchliche Mehrstimmigkeit in ihrem Verhältnis zum überlieferten Choral in Gang. "(...) (Hervorhebungen E.È.)

vgl. auch

De La Motte, Diether: Bindung an den gregorianischen Choral,  in: Kontrapunkt,  Kassel-Basel-London: DTV Bärenreiter 2/1985, S. 118-121

"...Derartige Beziehungen werfen aber die Frage auf, wie gregorianische Melodik die Tonalität der Kompositionen beeinflußt oder gar bestimmt..."

 

Goldman, Jonathan: Gregorianischer Gesang, in: Heilende Klänge, München 1/1994 S. 74-75, auch 104-105

"Der gregorianische  Ritus (...) erreichte seinen Höhepunkt im 8. Jahrhundert (...)  Im 9. Jahrhundert machte die Musik einen radikalen Neuanfang. Die Anregung war von der liturgischen zweistimmigen Musik ausgegangen. Der neue Stil  wurde "Organum" genannt; ursprünglich bestand er einfach aus einer Stimme, die die Hauptmelodie sang und in parallelen Unterquinten von einer anderen Stimme begleitet wurde (...) Der spirituelle und körperliche Nutzen des gregorianischen Gesangs wurde von der katholischen Kirche so wenig anerkannt, daß nach dem 2. Vatikanischen Konzil  die Texte nicht mehr in Latein gesungen wurden..."  Dies ist die  Meinung eines Alternativheilpraktikers, der in seinem  Buch die gesundheitliche Nutzung der religiösen Musik empfahl. Für ihn ist jede Musik aus den Religionen hervorgegangen und dazu finde er die beste Musik in den Klöstern der Mönche. 

 

Von der  kroatischen Choraltradition  vgl. unter anderem:

Špralja, Izak: IV. Gregorijansko pjevanje u glazbenom zborniku..., Himnièki oblici srednjoeuropske baštine, in: Cithara octochorda, glazbeni zbornik zagrebaèke crkve iz 18. stoljeæa (Beè 1701, 1723; Zagreb 1759) s posebnim osvrtom na glazbene oblike pokazatelje glazbenih razdoblja

(Dt.: Der gregorianische Gesang in CO, in: Cithara octochorda,  Musiksammlung  der Agramer Kirche aus dem 18. Jh. /Wien 1701, 1723; Zagreb 1759/ in Hinblick auf die Musikformen, Wegweiser der historischen  Musikperioden) Zagreb 1997, besonders Seite 184; Die Dissertation wurde approbiert von Prof. Dr. Franjo Šanjek, Univerzitet u Zagrebu-Katolièki Bogoslovni Fakultet (Zagreber Universität, Kath.-Theologische Fakultät), als mit  Schreibmaschine geschriebene  Handschrift  archiviert;

Institut za Crkvenu Glazbu, Kaptol  27, HR-10000 Zagreb

              Der Autor unterstrich daß z.B. die christliche hymnische Erbe des gregorianischen Chorals das gesamte liturgische Schaffen und die Volksmusik Europas beeinflußten.

 

28)  Škarica, M:  Euharistija, središte  liturgije  i  ishodište  duhovne obnove , II. dio / Teil ( Eucharistie, der Mittelpunkt  der lirurgischen  Erneuerung ...) , in: SLUŽBA BOŽJA   (Makarska) 1988/ 3,  S. 214 (207-220)   

 

29)   Jaschinski, E.:  Musica sacra ...,  S.  58-59, 67, 173, 178  etc.

 

30)   Ratzinger, Kard. Joseph: Ein Neues Lied für den Herrn,  Christusglaube und Liturgie in Gegenwart,  Freiburg  im  Breisgau  1995,  S. 148- 150

vgl. auch: 

-- --:  Liturgija i glazba, in : "Sv, Cecilija"  1986/1-2, S. 6-11

31)  ebda,  " Ein Neues Lied ..." ,  S. 125-127

 

32)   Andreis, Josip: Prvi muzièki  èasopisi u Hrvatskoj  ( Erste Musikzeitschriften in Kroatien)  ,  in:  ARTI  MUSICES  ( Zagreb) 1994/25/1-2, S. 173-200

vgl. auch: Radiæ, J: Sveta  Cecilija, in: Liturgijska  obnova ...., S. 152-155

 

33)  Kniewald, D.: Zajednièka  žrtva (Das gemeinsame Opfer),  in:  Služba Božja 1963/3, S.  37-45,  besonders  S. 40

 

34)  Vasilj, (fra)  Stanko: Ideali i zbilja, in:  Služba Božja 1965/2, S. 42-47,   43!!!

 

35)  Kniewald. D.:  Latinski, staroslavenski ili hrvatski,  (Latein, Altslawisch oder Kroatisch)  in: Služba Božja 1964/4-5,   S. 45-61

 

36)  Radiæ, J.: Liturgijska obnova ...,  S. 192

 

37)  Ratzinger, Kard. J.: Ein Neues Lied ..., S. 146-148

 

38)  II. VATIKANUM:  Decretum  de  activitate missionali  ecclesiae  "AD  GENTES", Nr.3, in: Drugi Vatikanski Koncil -  Dokumenti, Zagreb: Kršæanska sadašnjost 4/1993, S. 494

 

39)  Zagorac, Vladimir: Stanje liturgijske obnove o dvadesetogodišnjici liturgijske konstitucije  "Sacrosanctum concilium"   (Der Zustand der liturgischen Erneuerung  zum Jubiläum der  Liturg. Konstitution "Sacrosanctum Concilium"),  in: Logos kai mysterion, Makarska 1989,  S. 279- 291 , besonders S. 283

 

40)  "Bogoslovska smotra" (Theologische Revue)  1986/ 3-4, S. 256, 256-263

 

41)  Ratzinger, Kard. J.:  Ein Neues Lied..., S. 145

Kroatische Übersetzung:  Liturgija i glazba, (Uvodno izlaganje na VIII  kongresu crkvene  glazbe),  in: Sv. Cecilija  1986/1-2, S. 6, (6-11)

vgl. auch:

-- --:  Das Fest des Glaubens, Versuche zur Theologie  des Gottesdienstes, Einsiedeln  1981,  S. 86-112  

 



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